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BSC Artist Press Review: Zinkl Thorsten
Gürntke , Progressive Pages, Germany, 9/99: Zinkls Debüt. Verrückte Angelegenheit. Was soll man davon halten. Ist es Prog? Elektro Pop? Oder gar nichts davon? Beginnen tut das Album jedenfalls recht flott. Es ist halt kein Schneckentanz. Dabei klingen die Beats ein wenig nach Rammstein oder kennen Rammstein Zinkl? Schließlich waren die etwas später als 1994 mit ihrer Mucke hip. Egal. "No Snaildance, please" ist meines Erachtens das zweitbeste Zinkl Album. Besser gefällt mir lediglich der aktuelle Output "Circus Maximus". Irgendwie hat Zinkl mit diesem Album ein Konzept entwickelt. Das ganze Album wird von einem roten Faden geleitet, der irgendwo unterschwellig dabei zu sein scheint. Die Arrangements wirken wie aufeinander abgestimmt. Song für Song reihen sich, stellenweise nahtlos, aneinander. Dabei durchläuft der Hörer die verschiedesten Sounds. Die Computerbeats wirken nicht aufdringlich. Dafür stehen die Melodiebögen im Vordergrund. Die Songs sind bis auf den besagten Opener eher langsam bis mittelschnell. In ihnen liegt eine gewisse Melancholie. Stellenweise zitiert Zinkl geschickt bekannte Melodien, verfälscht sie aber dabei soweit, dass sie durchaus Eigenständigkeit entwickeln. Das Album ist ein tolles Stück Musik. Jeder der offen genug ist für eine verfremdete Musik, der sollte mal Zinkl hören. Wer elektronische Sachen von Depeche Mode mag, der sollte erst recht reinhören. Zinkl schafft Faszination und begeistert auch ohne Gesang. Klasse Anton! |