BSC Artist Press Reviews: Bernd Scholl

ADAM, Germany - May 2000

Eine musikalische Traumreise zu den mystischen Mittelpunkten der Erde. Von Stimmen aus dem Wind gelietet, schwebt man über den schwindeleregenden Höhen des Himalaya, macht Station auf den Marktplätzen Marokkos oder bei den Ureinwohnern Australiens. Bernd Scholl, ein Meister der instrumentalen Cosmopolitan Music, schenkt seinen Reisenden ein Klang-Ticket ins Paradies! (HJH)

Schellackgeschrei, Germany - May 2000

Mystische Themen haben Hochkonjunktur. Ob in Print, Film oder Musik. es gibt kein Genre, das sich nicht mit geheimnisvollen Dingen beschäftigt, die gerade jetzt zum Jahrtausendwechsel verstärkt auftraten bzw. kreiert wurden. Wenn man in mystische Welten eintauchen möchte, so kann man durchaus den unendlichen Reichtum der verschiedenen Kulturen auf unserem Planeten als Ausgangspunkt der Reise nehmen, von Kulturen, die trotz des technischen Fortschritts und Aufklärung noch nichts von ihrer geheimnisvollen Aura verloren haben.
Der Klangschöpfer und Elektronikmusiker Bernd Scholl, der mit "Mystic Voyage" sein zweites Album auf Prudence veröffentlicht, offenbart seine Auffassungen von den mystischen Klängen der Welt und vermittelt sie dem Zuhörer auf eine friedvoll entspannte Weise. Dabei ist er in seinem kulturellen Crossover durchaus transglobal, vereinnahmt er für seine Musik doch Sounds aus Australien, Tibet, Marokko und Nordamerika. Stilistisch wird bei Bernd Scholl alles auf einen Nenner gebracht. Wohlklang steht auf den mystischen Reisen an erster Stelle. So wird auch eine heile Welt suggeriert, eine heile Welt für die heimischen vier Wände, in die man sich zurückziehen kann, um der grauen Realität wenigstens für einen Augenblick zu entfliehen. Und so tragen die zwölf Tracks auch so bezeichnende Titel wie "Roof Of The World", "Shamanic Journey", "Whales In The Dreamtime", "Behind the Himalaya" oder "Marrakesh Market", die symbolisch für die hier enthaltenen Stimmungsbilder stehen, die zwar den Hörgewohnheiten eines Mitteleuropäers angepasst sind, aber dadurch keineswegs uninteressanter geraten sind.

Keyboards, 05/2000:

Bernd Scholl kann offenbar nicht raus aus seiner Haut. Aber er muss er denn? Klar, die kuschelwarmen Flaechen und romantischen Melodien, mit denen er auch sein aktuelles Album wieder reichlich bestueckt hat, sind nicht fuer Autechre - Fans gemacht, sondern fuer Menschen, die den Glauben daran, dass es irgendwo auf dieser Welt auch geschmackvolle "New Age Music" geben muss, noch nicht verloren haben. Sie brauchen nicht weiter zu suchen, im hessischen Floersheim werden Sie fuendig. Denn reizvolle marokkanische, tibetische, indianische und australische Melodie-Motive und Sound-Samples heben "Mystic Voyage" weit ueber den Durchschnitt des "NAM" - Genres; vor allem, wenn es Scholl grooven laesst wie im Opener "Voices In The Wind", muss man neidlos anerkennen, dass der Mann sein Handwerk beherrscht und mit dem Cusco-Duo Michael Holm/Kristian Schultze locker mithalten kann. Eine Scholl-Platte mit internationalen Charts-Chancen.

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